Hier habe ich eine
Bauanleitung und
einige Links zur Webboy/Webgine-Serie von Gericom aufgeführt.
Zu
folgenden Problemen werden mögliche Lösungen
erläutert:
Da ich das Modell "Webboy 1000 CD" besitze, erkläre ich anhand
von diesem die
verschiedenen Vorgänge. Mit diesem Thema hat sich auch schon
jemand anderes beschäftigt.
Hier
geht´s zu der Seite. Mein Webboy hat im
Urzustand
folgende Daten gehabt:
- Prozessor: Intel© Pentium III mit 1000 MHz
- Uniwill Motherboard 340S2
- Chipsatz Sis 630
- Sis 730 Graphikkarte
- 128 MB SD-RAM
- 12 GB 2,5" Festplatte
- 1x USB 1,1-Anschluss
- 1x LAN 100 Mbit/s
- 1x 56k-Modem
- 16-fach CD-ROM-Laufwerk
- 14,1" TFT-Bildschirm
- 3,5"-Disketten-Laufwerk
- Infrarot-Anschluss
- 1x PS/2 Anschluss für Maus/Tastatur
- 1x Mikrofon-Eingang
- 1x Kopfhörer-Ausgang
- 1x VGA-Anschluss
- 1x COM-Anschluss
- 1x Drucker-Anschluss
- 1x Card-Bus Flash-Laufwerk
Nebenbei hat er natürlich eine Tastatur und ein Touch-Pad mit
2 Tasten ;)
Offizielle Treiber von Gericom für dieses Notebool
gibt´s
hier.
Nach langem suchen habe ich eine deutsche Anleitung für das Board Uniwill 340S8 gefunden!!
Hier zum Downloaden!
Es gibt einige wichtige "Verhaltensweisen" mit diesem Laptop:
- Die Ingenieure haben bei der Entwicklung dem
Lüfter zu wenig
Platz zwischen Laptop-Boden und der Unterlage, wo er draufsteht, gelassen, das bedeutet: Der Laptop läuft
ständig
Gefahr, einen "Hitzetod" zu sterben, wenn kein Platz z.B. durch eine
Erhöhung geschaffen wird. Außerdem war es bei meinem
Exemplar so, dass kaum noch Wärmeleitpaste auf der CPU war.
Somit lag die CPU-Temperatur schon bei bloßen
Textverarbeitungen
bei 40-50 Grad Celsius, was für einen PIII-Prozessor sehr viel
ist. Wie und wo man die Paste aufträgt, steht weiter unten.
- Der Bildschirm (bzw. seine Beleuchtung) sind auch ein
Entwicklungsfehler. Es gibt kaum eine Ausgabe aus der
Webboy/Webgine-Serie, die noch keinen Wackelkontakt hat. Ich habe das
Problem auch, konnte es aber weitgehend eindämmen. Weiter
unten
steht, wie.
- Der Netzteilstecker am Motherboard ist nicht gerade der
stabilste
und ist daher sehr vorsichtig zu behandeln. Bei meinen 1000er war
allerdings dieser schon defekt und ich musste ihn reparieren. Auch
hierzu gibt es eine Anleitung, wie man das repariert.
Achtung:
Ich
übernehme weder Garantie, noch Haftung bei entstehenden
Schäden, die durch die Selbst-Reparatur nach dieser Anleitung
entstehen!!!
Nach diversen Umbauten
hat mein Laptop nun 256MB-Ram, einen DVD-Brenner und eine
funktionierende Stromversorgung!
Hier ist erst mal ein Bild von dem guten Stück:
Auf dem Laptop ist KEIN Windows Vista drauf, das ist nur das
Hintergrundbild! Ich habe XP draufgespielt und seit der RAM-Erweiterung
läuft´s auch problemlos.
Also nun zur "Bastelanteilung":
Ich weise nochmals darauf hin, dass ihr alle "Bauarbeiten" auf eigene
Gefahr erledigt. Wenn ihr es euch nicht zutraut, lasst lieber die
Finger davon, denn im schlimmsten Fall war´s das mit eurem
Webboy!!!
Erst mal müsst ihr euren Laptop "kennenlernen". Dazu wieder
ein paar Bilder:
Unterseite
Linke Seite
Rechte Seite
Rückseite
So, OK! Nun wisst ihr halbwegs wo alles liegt (oder auch nicht ;) Jetzt
kommen die Anleitungen:
- Wärmeleitpaste
auf CPU auftragen NUR BEI
ÜBERHITZUNG ERFORDERLICH !!!
Hinweis: Ich habe bis jetzt nur ein Programm gefunden, dass den
CPU-Sensor dieses Motherboards auslesen kann: Everest Ultimate Edition.
Alle anderen, wie Motherboard Monitor unterstützen das Board
nicht! Aber es lässt sich ganz einfach feststellen, ob die CPU
zu
warm wird:
- Wenn man bei laufendem Laptop im Bereich um den rechten
Lautsprecher fühlt und es ist ganz schön warm, dann
sollte
man nachschauen, ob noch genügend Paste auf der CPU ist.
Markierte Schraube aufdrehen und Klappe ablösen, dann die
Lüfterschrauben rausdrehen (4 Stück) und
Lüfter
VORSICHTIG ausheben.
Achtung!!
Das Lüfter-Kabel muss
vorher
gezogen werden!
Nun sieht man die CPU (große quadratische grüne
Platte mit
blauen Viereck darauf). Genau auf dieses blaue, kleine Viereck wird
handelsübliche Wärmeleitpaste aufgetragen. Vorher
muss vom
Metall-Lüfter evtl. vorhandene Paste abgekratzt werden.
Macht euch vorher mit dem Auftragen der Wärmeleitpaste
vertraut
und übt es nicht erst am Laptop. Zur Not fragt jemanden, der
sich
damit auskennt und euch helfen kann.
Danach Lüfter ohne viel zu Schieben wieder einsetzen, ALLE
Schrauben festmachen und Klappe wieder draufsetzen. FERTIG!!
- Bildschirmbeleuchtung
geht aus oder flackert
Die Bildschirmbeleuchtung hat, wie gesagt, bei den meisten
Gericom´s eine Macke und geht öfters aus. Ich konnte
das
Problem nur teilweise lösen. Auf alle Fälle hilft es,
wenn
man den Bildschirm vorsichtig hoch und runter bewegt. Wenn das Licht
dabei immer wieder anspringt, dann habt ihr den Wackelkontakt! Wenn das
nicht so ist wie hier beschrieben, weiß ich auch nicht
weiter.
Aber falls ihr hier euer Problem beschrieben findet, kommt jetzt ein
Lösungsvorschlag:
Die 3 blauen runden Abdeckungen am unteren Bildschirmrand
müssen entfernt werden Auch die graue
Abdeckung, die rund um die Tastatur ist. Dazu muss man erst auf der
Unterseite folgende Schrauben
lösen:
Wenn ihr den Akku herausgenommen habt, seht ihr ziemlich am Anfang von
dem "Loch" eine Schraube. Diese muss auch herausgedreht werden!
Danach die markierten Abdeckungen entfernen:
Merkt euch genau, wo
welche Schraube hingehört!! Dann mit dem Fingernagel (am
besten
keine Zange, die macht das Plaste kaputt) die Tastatur-Abdeckung
raus-"knacken". Wenn ihr´s geschafft habt, hört ihr
es
mehrere Male knacken, aber Vorsicht, dass das Plastik nicht bricht!!
Danach vorsichtig die Tastatur rausnehmen (da sind kleine Federn, die
sie festhalten und natürlich ein Flachbandkabel, das auch mit
Vorsicht herausnehmen, keine Gewalt anwenden). Das Kabel hängt
in
einem kleinen Kabelschuh, den man an 2 grauen "Ecken" ein wenig
herausziehen muss.
Wenn ihr das gemacht habt sieht´s ungefähr so aus:
Schritt 1: Das goldene Klebe-Papier anheben. Darunter seht ihr einen
Kabelsalat und eine kleine Schraube mit einem Kabelschuh dran. Diese
rausschrauben, saubermachen und wieder reinschrauben. Danach
hat´s bei nicht mehr so oft "geflackert". Jetzt alles wieder
in
umgekehrter Reihenfolge, wie ihr es auseinander genommen habt, wieder
zusammenbauen und das Problem wurde (vielleicht)
gelöst.
- Motherboardstecker
neu anbringen
ACHTUNG: Dieser Vorgang erfordert Kenntnisse beim Umgang mit einem
Lötkolben. Außerdem muss ein sehr feiner
Lötkolben
eingesetzt werden. Wer keine oder nur wenig Ahnung hat, dem sei gesagt:
FINGER WEG!!! Ich will keinesfalls als Spielverderber oder
"Neun-Mal-Kluger" dastehen, aber bei dieser Arbeit kann am meisten
schief gehen!!
Hier also der Ablauf.
Wieder die Schrauben lösen:
Danach, wie bei dem Ablauf zum
Beseitigen
des Bildschirmflackerns,
die Abdeckung der Tastatur, die Tastatur selbst und die untere blaue
Verkleidung abbauen, damit das Motherboard so gut wie möglich
freigelegt ist. Den Platz braucht ihr zum Arbeiten. Das Laufwerk sowie die Festplatte müssen auch ausgebaut werden.
Danach den CPU-Lüfter komplett rausbauen, da genau dort die
Strom-Buchse
steckt. Die ursprüngliche (originale) Buchse muss dann
vorsichtig
vom Motherboard gelöst werden.
Weiterhin benötigt ihr dünnes Kabel, am besten in 3
verschiedenen Farben und eine neue Buchse mit 3 Kontakten (ganz
wichtig, weil es + und - pol und Erdung gibt).
Dazu müsst ihr probieren, ob die Buchse auch zum
Netzteilstecker passt.
Die Buchse sieht ungefähr so aus:
Vorderansicht
1 = Kontakt - Stab 1
2 = Kontakt - Lasche 2
3 = Konatkt - Erdung 3
Am besten wäre es natürlich, wenn ihr die
Original-Buchse
nehmen könntet. Dann einfach die ursprüngliche
Position
merken und die Kabel dann dranlöten. Auf dem Motherboard
müssten nach dem Ablösen 3 Kontakte sichtbar sein.
Ungefähr in dieser Position:
Die roten Striche sind die sichtbaren Kontake. An diesen werden nun die
Kabel angelötet. Das andere Ende des Kabels wird jeweil an den
entsprechenden Kontakt der Buchse gelötet. Dabei entspricht 1
dem
Kontakt-Stab-1, 2 der Kontaktlasche-2 und 3 dem
Erdungskontakt-3.
Prüft aber lieber vorher noch mal mit einem
Durchgangsprüfer
die Buchse, ob die Belegung der beschriebenen entspricht. Wenn ihr die
Buchse an die Kabelenden angelötet habt, könnt ihr
mal das
Netzteil anschließen (natürlich vorher den Akku
wieder
reinpacken). Nun müsste die Lade-LED anfangen zu blinken, wenn
nicht, habt ihr was falsch gemacht. Wenn jedoch die Lampe blinkt, dann
müsst ihr nur noch irgendwie einen Kabelschutz über
die 3
dünnen Kabel machen und schon habt ihr kein Problem mehr.
FERTIG!
Wenn ihr euch das nicht zutraut oder aus meiner Erklärung
nicht
schlau werdet, bieten viele Computer-Fachläden auch diese
Reparatur an, da sie bei fast allen Gericom Webboys irgendwann
anfällt. Mir hat man damals als Kostenvoranschlag ca. 80
€
genannt. Das war mir aber zu teuer für den Laptop, da es den
damaligen Wert des Gerätes überschritten
hätte.
Wer jetzt noch auf die Idee kommt, ein anderes Laufwerk einzubauen oder
den Arbeitsspeicher zu erweitern, für den kommt auch eine
kleine
Hilfe von mir:
- anderes
Laufwerk einbauen
Die gezeigte Schraube lösen, den Laptop anmachen, das Laufwerk
öffnen, Laptop ausmachen OHNE DAS LAUFWERK WIEDER
REINZUSTECKEN!!!
Dann einfach ein bisschen am Laufwerk ziehen und es müsste
herauskommen. Dabei muss man wieder sehr vorsichtig sein. Bei Ebay kann
man sich Notebook-DVD-Brenner für ca.
20-30 € mit Garantie ersteigern.
Das neu erworbene Laufwerk einfach wieder einstecken (auf richtige
Position achten) und FERTIG! Das Notebook müsste beim
nächsten Start das Laufwerk selbst erkennen und installieren
(bei
XP ist das jedenfalls so).
- Arbeitsspeicher
erweitern
Der Webboy besitzt 2 RAM-Steckplätze, von denen meist nur
einer
genutzt wird, also ist einer frei. Man benötigt Notebook
SD-Ram.
Kann man sich neu kaufen oder bei Ebay ersteigern. Wenn man den Riegel
dann hat, wieder die Schritte wiederholen, wie man die Tastatur
abgebaut hat, bis man folgenden Zustand erreicht hat:
Weiterhin muss man die Metallplatte abbauen (im Bild schon geschehen)
und
darunter sind die RAM-Bänke. Jetzt klackt man vorsichtig den
neuen
RAM-Riegel in den freien Steckplatz ein.
Bevor
man den RAM-Riegel anfässt, sollte man sich immer vorher
"entladen" (erden). Dazu muss man einfach einen Heizungskörper an
einer unlackierten Stelle berühren. Dies ist wichtig, weil
RAM-Bausteine sehr empfindlich gegenüber elektrischen Ladungen
sind und schnell kaputt gehen.
Nun muss man von der
Metallplatte die obere Kante gerade biegen, weil (ich weiß
nicht
warum) die Entwickler vielleicht gedacht haben, dass es nie zu einer
RAM-Erweiterung bei diesem Gerät kommt. Wenn man das nicht
macht,
passt die Platte nicht mehr. Danach alles wieder zusammenbasteln und
sich über mehr Arbeitsspeicher freuen ;) FERTIG!
So das war´s dann zu meinen Tips für den Webboy.
Jeder muss
sehen, ob ihm diese How-To-Do´s helfen können. Bei
weiteren Fragen zum Webboy und zu dieser Anleitung könnt
ihr mich unter der Mail-Adresse
info@christian-kaden.de oder
c.kaden@arcor.de erreichen.
Viel Spaß mit eurem Gericom Webboy!!